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 Berichte

Der Sanitäter und Kamerad Martin Dressel wurde am 12.01.2010, 107 Jahre alt

Heute ist Martin Dressel 107 Jahre alt, somit ältester Bürger von Nürnberg und lebt noch immer in seiner Wohnung im Nürnberger Stadtteil Ziegelstein. Sie teilt er mit unzähligen Erinnerungen, Fotos und Andenken an ein bewegtes Leben, in dem es fünf Konstanten gibt: das BRK, die Liebe zur Natur, das Fernweh, die Treue zur Gewerkschaft – und zum Club.

Seit frühester Jugend faszinieren ihn die Berge. Als Lehrbub radelt er zum Klettern in die Fränkische Schweiz, später zieht es ihn in die Alpen. Mit seinen „Vicky“-Moped fährt er sogar bis Zermatt und erklimmt das Matterhorn.

Das Reisen ist des Dressels Lust

Unterwegs ist Martin Dressel irgendwie immer. Nach der Lehre zum Werkzeugmacher bei der Firma Guggenheimer geht er mit seinem Freund Lorenz auf die Walz und gelangt über die Zugspitze bis nach Italien. Ohne Pass. „Da ham`s uns aber gleich g`schnappt und mit dem Zug wieder heimg`schickt“, berichtet er und kichert wie ein Schulbub in sich hinein. Denn ein paar Tage später überqueren die jungen Männer erneut die italienische Grenze.

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Ab nach Kanada

Zurück in Nürnberg, arbeitet er bei Siemens. Doch die wirtschaftliche Lage verschlechtert sich rapide. Zur hohen Arbeitslosigkeit nach dem Ersten Weltkrieg kommt die Inflation. Das Unternehmen muss kurzarbeiten. „Da war mir klar: Ich wander`aus“, erinnert sich Martin Dressel. Nach Kanada, ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten, zieht es den damals 21-jährigen. Auf halbem Wege aber findet er das „Schlaraffenland“. In Rotterdam kommt der junge Mann aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es gibt dort Südfrüchte aus den niederländischen Kolonien, Seefische und Austern. „Das haben wir alles nicht gekannt“, sagt er mit leuchtenden Augen.

Er beschließt zu bleiben. Arbeit findet er bei einer Schiffswerft, später bei einem Scherenschleifer. Es vergehen zehn Jahre. Neue Freunde gewinnt er im Deutschen Turnverein und –bei einer Weihnachtsfeier- Alma, die Frau fürs Leben. Zur Hochzeit aber möchte Alma, die bis dahin bei einem Ehepaar in Rotterdam „in Stellung“ war, in ihr Heimatdorf nach Schleswig-Holstein. 1934 kehrt das junge Paar deshalb nach Deutschland zurück.

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Nach 1945 findet er eine Beschäftigung bei der EWAG, die er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1968 innehat. Danach hält ihn nichts mehr. Er gibt sich ganz dem Fernweh hin, das über die vielen Jahre in ihm geschlummert hat und das sich offensichtlich auch auf seine insgesamt fünf Kinder übertragen hat. Denn vier von ihnen leben zumindest zeitweise in Australien. Zwei sind bis heute in Melbourne geblieben

Alma und Martin Dressel bekommen vier Söhne (von denen einer 34-jährig verstarb) und eine Tochter, neun Enkel, 17 Urenkel und drei Ururenkel. Zwei Söhne wandern nach Australien aus, wo ihr Vater sie noch im Alter von 96 Jahren besucht. Wenn es bei dem alten Herrn ein Rezept für Langlebigkeit gibt, dann das: Sparsamkeit, nicht rauchen, wenig Alkohol und viel frische Luft. So lange er konnte, bestieg der Wanderfreund Berge, fuhr Ski, ging mit seinem Faltboot „Vagabund“, dem Victoria-Moped oder der Harley-Davidson auf Tour, schaffte im Schrebergarten.

Auch heute würde er, ohne mit der Wimper zu zucken- die Koffer packen und ins Flugzeug steigen – wenn die Beine mitmachen würden. Ihretwegen beschränkt er sich auf Ziele in der näheren Umgebung. Regelmäßig nimmt der erstaunlich rüstige 107-Jährige darüber hinaus auch an den Monatsversammlungen teil, wenn Neuerungen oder Änderungen beim BRK und bei Verdi aktuelle politische, gesellschaftliche oder gewerkschaftliche Themen besprochen werden

Die Gewerkschaft gehört ebenso zu seinem langen Leben wie das BRK Nürnberg. Über ein halbes Jahrhundert leistete er als Sanitäter ehrenamtlichen Dienst beim Autorennen am Norisring, beim Eislaufen im Linde-Stadion und – natürlich- bei den Heimspielen des Clubs. Dafür bekam der treue Fan und Helfer zu seinem 100.ten Geburtstag ein Trikot mit der Rückennummer 100.

Morgens um sieben kommt der Pflegedienst. Mittags wärmt ihm die Familie sein Essen auf Rädern. Dazwischen blickt Martin Dressel aus dem Küchenfenster. Er döst, trinkt Kräutertee und später Kaffee, liest eine Zeitungsmeldung. Abends sieht er etwas fern und legt sich nach neun schlafen. Seit 1938 wohnt er hier. In ein Altenheim wollte er um keinen Preis. „Im Gefängnis könnt`s nicht schlimmer sein“.

Den heutigen Tag feiert er in Etappen, denn so viele Gratulanten passen nicht in die Wohnung. Deswegen muss der Sohn Gerhard die Logistik und den Zeitplan übernehmen.

Text und Bilder: Wolfgang Heubeck, Bericht aus Archiven

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50. Übungszeltlager der Bereitschaft 1 vom 18. - 19.07.2009 in Streitberg / Oberfellendorf bei Ebermannstadt

Die Bereitschaft Nürnberg 1 veranstaltet diese Jahr ihr 50. Übungszeltlager in Streitberg / Oberfrellendorf bei Ebermannstadt. Das erste Übungszeltlager wurde 1960 von dem damaligen Kolonenführer, Gerhard Gebur in Leben gerufen und ist seitdem traditionell von Bereitschaft Nürnberg 1 bis zum heutigen Tage fortgeführt worden.

Das Zeltlager dient sowohl zur Verbesserung des Qualitätsstandards als auch der Vertiefung der Kameradschaft innerhalb der Bereitschaft.

Für weitere Informationen kann die Festschrift als PDF - Datei geöffnet werden.

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Festschrift der Bereitschaft Nürnberg 1

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Abschlußlehrgang für Rettungssanitäter vom 29.06. - 03.07.2009 in Hohenfels

Bei dem angegebenen Abschlußlehrgang nahmen 13 Teilnehmer aus den verschiedenen Kreisverbänden teil. Alle Teilnehmer legten die Abschlußprüfung mit Erfolg ab und können nun als ausgebildete Rettungssanitäter eingesetzt werden.

Für den Kreisverband Nürnberg - Stadt nahm Frau Birgit Puschmann als einzige Teilnehmerin an diesem Lehrgang teil.

Im Namen der Kreisbereitschaftsleitung gratulieren wir zu der bestanden Prüfung.

Ausschnitt aus dem Fernsehbericht des Bayerischen Rundfunks vom 29.06.09 über den Einsatz der HiOrg beim Norisringrennen.

 Stand: 02.06.2010 - Anregungen bitte an webmaster@brk-nuernberg.de

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